Kategorie: Videos

Gestern, heute, morgen – in welcher Zeit lebst du?

Während ich diese Zeilen schreibe, denke ich viel an gestern. Vielleicht, weil sich das Jahr dem Ende neigt, weil es ein ereignisreiches Jahr war oder weil ich noch sehr am Gestern hänge.
Ist es nicht spannend, wie häufig wir entweder nicht loslassen können oder glauben, dass morgen alles besser wird?

Und, in welcher Zeit lebst du?

Früher war alles besser!

Manchmal fühlt es sich für mich so an. Früher musste ich mich um nichts kümmern, konnte einfach sein. Je älter ich wurde, desto komplexer das Leben und die Probleme. Gleichzeitig natürlich auch aufregender. Weiterlesen

Glücksmomente und wie du den Weihnachtsblues entschärfst

Frohe Weihnachten!

Es ist wieder soweit: In vielen Fenstern leuchten Lichterketten, hier und dort singen Menschen Weihnachtslieder und manchmal wünschen sich sogar Fremde ein frohes Weihnachtsfest. Kleine weihnachtliche Glücksmomente an jeder Ecke.

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Wie eine Woche Auszeit mein Leben veränderte

Können wir nicht alle Urlaub gebrauchen – und das ständig?

Nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit – genauer gesagt, drei Jahre (!!) – keinen richtigen Urlaub (mit Meer, Sonne und Wegfliegen) gemacht hatte, war es für mich dringend an der Zeit. Ich wollte alleine wegfahren und ein bisschen musste ich das auch. Gleichzeitig wollte ich nicht so ganz alleine sein. Mehrere Menschen in meinem Umfeld rieten mir deshalb dazu einen Surf und/oder Yoga Urlaub zu machen

Surf und Yoga Retreat – was ist das und warum?

Nun bin ich weder in dem einen noch in dem anderen besonders erfahren. Etwa einmal im Monat mache ich einen Yoga-Kurs in meinem Fitnessstudio. Außer ein paar Windsurfstunden hatte ich noch keine Surferfahrung. Trotzdem oder gerade deswegen hatte ich Lust, beides auszuprobieren. Zumal ich Sorge hatte, dass ein reines Yoga-Camp mir zu esoterisch und nur Surfen zu viele Freidenker (und Alkoholkonsum) bedeuten würde.

Das sind die Yogafriends Fuerteventura

Nach etwas Recherche stieß ich auf die Yogafriends Fuerteventura und hatte sofort Lust auf einen Besuch in der Villa. Im Gespräch mit der Gründerin Annette Arndt versuchte ich herauszufinden, was die Yogafriends Fuerteventura einzigartig macht:

Der Weg ist das Ziel.

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Warum Diagnosen schwierig sind – für uns und andere

…und dann kam die Diagnose.

Ein gängiger Satz, mit dem meist nichts Gutes verbunden wird – außer es war eine erleichternde Diagnose. Lebensmittelunverträglichkeiten sind meist gar nicht so leicht zu identifizieren. Wenn der Arzt dann eine bestimmte diagnostiziert, kann diese helfen, das Leid (nach dem Essen) zu reduzieren. Je nach Einschränkung kann das zu einer Erleichterung oder einer stärkeren Belastung führen.

Viele Diagnosen führen zu mehr Leid

Eine Diagnose steht häufig für eine Krankheit, die wir im Allgemeinen – genau wie Probleme – als negativ bewerten und nicht haben wollen. Darum finde ich als Psychologin Diagnosen oft schwierig: Weiterlesen

Please like Me – What a seriously funny chap

Josh studiert … oderso. Er hat eine tolle Freundin: Claire sieht gut aus, ist intelligent und auch noch seine beste Freundin. Eigentlich alles gut, oder?

Doch dann macht Claire aus heiterem Himmel Schluss und sie glaube, dass Josh schwul sei:

Das ist der ungewöhnliche Beginn einer ungewöhnlichen Serie, die mich stundenlang in ihren Bann sog. Netflix sei dank, dass wir diese australische Unterhaltung auch in Deutschland bekommen können. Ok, im Juni 2016 wurde sie auch auf einsfestival bzw. jetzt one ausgestrahlt, aber wer kann schon so lange warten, wenn man einmal Blut geleckt hat.

Please Like Me – unprätentiös humorvoll

Eine weitere Serie über das alltägliche Chaos – was ist so besonders an „Please Like Me“?
Es gibt genug Serien mit LGBT Thematik, mit komplexen Familienverhältnissen, mit ungewollt witzigen Protagonisten. Doch abgesehen davon, dass „Please Like Me“ im schönen Australien (Melbourne) spielt, besticht die Serie durch zwei Elemente: Es ist unprätentiös und hat einen ganz bestimmten Humor. Beides verkörpert durch Josh, gespielt von Josh Thomas. Gemeinsam mit dem Produzenten Todd Abbott entwickelte Thomas die Serie über vier Jahre. Dabei hatten sie einen hohen Anspruch an sich und die Charaktere:

„Every character in the show is supposed to be ill-equipped but is just trying to make everyone else happy. It’s a funny script but we didn’t want the actors to be acting like they were funny. Whenever I’m telling a joke in the show everyone else doesn’t really care. We wanted honesty.“

– „Thomas the frank engine“ auf theage.com.au

Mit dieser Aussage beschreibt Josh Thomas genau das, was für mich die Serie so besonders macht. Dieser vermeintlich humorvolle Umgang mit kleinen und großen Herausforderungen des Lebens. Im Fokus steht Josh, ein durchschnittlicher, witziger Typ mit schnellem Kopf – wie ich ihn nenne:

A seriously funny chap.

Josh nose bleeding in bed with boyfriend - Please Like Me - Screenshot Trailer

Zudem spiegelt er für mich die typischen Probleme der Generation Y. Er ist zu sehr mit sich selbst (und seinen Selbstzweifeln) beschäftigt, um sich dauerhaft an jemanden zu binden und auch im Job scheint er ziemlich orientierungslos. Natürlich ist es hilfreich, dass sein Vater Alan erfolgreich ist und ihm an einigen Stellen aus der Patsche helfen kann. Doch abgesehen davon wirken Josh und die gesamte Serie ziemlich „down to earth“ – ungekünstelt und ungeschönt.

Josh Thomas himself – and his dog John

Ebenso authentisch wirkt Josh Thomas. Er hat mehr Follower auf Twitter (>300k) als auf Instagram (>70k). Seine Fotos passen zur Serie: mitten aus dem Leben statt schillernder Scheinwelt eines Stars. Und tatsächlich scheinen die Grenzen zwischen ihm und Josh aus „Please Like Me“ fließend zu sein.

Don’t try and take a photo of my Grandma if there are prawns available.

Ein Beitrag geteilt von Josh Thomas (@joshthomas87) am

Auf seinem Twitter-Profil finden sich einige inspirierende Punchlines. Übrigens hat Josh Thomas auch seinen Hund John in „Please Like Me“ integriert und ich habe mich schockverliebt. Ich feiere die Credits jedes Mal: „John – as himself“.

Last but not least

Netflix hat jetzt ein neues Feature „Skip Intro“ und das macht manche Menschen (in meiner Umgebung) sehr glücklich. Bei „Please Like Me“ wird das Feature vermutlich eher selten genutzt. Wir haben uns in den Titel-Song „I’ll Be Fine“ und die Art, wie er in die Serie integriert wird, verliebt. YouTube verrät, dass wir scheinbar nicht die einzigen sind, denen es so erging. Daher hier alle Eröffnungen der ersten Staffel in einem Clip.

Für alle, die immer noch nicht genug haben, hier der komplette Song „I’ll Be Fine“ von Clairy Browne & the Bangin‘ Rackettes.

Und jetzt Netflix an und chill.

 

(Die Bilder sind Screenshots aus dem Trailer zur 1. Staffel)