Kategorie: Stimmungsaufheller

Wie du in einer Minute sorgenfrei wirst

Lachendes Kind auf Tisch sitzend - sorgenfrei

An manchen Tagen fühle ich mich gefangen in Gedankenspiralen. Vor allem dann, wenn mal wieder gar nichts gelingen will. Wenn es kommt, dann ja bekanntlich dicke. Mir scheint, momentan ist auch eine gute Zeit, um sich Sorgen zu machen: Um die persönliche Zukunft und die der Welt, um die eigene Gesundheit, die Work-Life-Balance, um die Familie, vielleicht sogar um die Obdachlosen, die bei Kälte und Schietwetter draußen übernachten müssen.

Wäre es nicht toll, wenn wir alle sorgenfrei wären?

Mensch, was wir alles machen könnten! Wir hätten so viel mehr Zeit, die wir dann nicht mehr für unsere Sorgen bräuchten. Wir hätten Energie und vor allem den Mut, mehr Dinge umzusetzen, würden mehr träumen und Träume verwirklichen.

Wie du sorgenfrei wirst – mit Gaur Gopal Das

Gaur Gopal Das ist ein indischer Mönch, der durch seine inspirierenden Vorträge zu einem beliebten öffentlichen Sprecher geworden ist. Eine seiner beliebtesten Reden war die, in der er uns vor Augen führt, wie sinnlos es ist, sich zu sorgen.

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Glücksmomente und wie du den Weihnachtsblues entschärfst

Frohe Weihnachten!

Es ist wieder soweit: In vielen Fenstern leuchten Lichterketten, hier und dort singen Menschen Weihnachtslieder und manchmal wünschen sich sogar Fremde ein frohes Weihnachtsfest. Kleine weihnachtliche Glücksmomente an jeder Ecke.

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Lieber, guter Weihnachtsmann [Werbung]

Junge schreibt Wunschzettel

Was wünschst du dir dieses Jahr zu Weihnachten?

Meine Mutter sträubt sich – glaub ich – jedes Jahr mir diese Frage zu stellen, weil sie weiß, dass ich meist keine zufriedenstellende Antwort liefere. Ich bin diesem ganzen Geschenke-Hype einfach überdrüssig.

Von Herzen schenken statt wahllos

Ich finde es furchtbar, dass viele Menschen sich verpflichtet fühlen, jemandem etwas zu schenken – vor allem wenn der Grund ist, weil der andere ihnen was geschenkt hat. Für mich ist die Welt zwar auch ein Geben und Nehmen, jedoch nicht immer gleich als Austausch, sondern manchmal auch in der Runde.

Jemandem etwas von Herzen zu schenken, das liebe ich! Der Moment, in dem ich etwas sehe, bei dem ich sofort an eine bestimmte Person denke, entfacht bereits das Feuer oder zumindest die Vorfreude in mir. Wenn ich dann in die leuchtenden Augen meines Gegenübers blicke, während er/sie das Geschenk auspackt – manchmal schon bei der Übergabe – entstehen meist sehr verbindende Momente. Das sind Geschenke, alles andere eher Mitbringsel. Weiterlesen

Wie eine Woche Auszeit mein Leben veränderte

Können wir nicht alle Urlaub gebrauchen – und das ständig?

Nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit – genauer gesagt, drei Jahre (!!) – keinen richtigen Urlaub (mit Meer, Sonne und Wegfliegen) gemacht hatte, war es für mich dringend an der Zeit. Ich wollte alleine wegfahren und ein bisschen musste ich das auch. Gleichzeitig wollte ich nicht so ganz alleine sein. Mehrere Menschen in meinem Umfeld rieten mir deshalb dazu einen Surf und/oder Yoga Urlaub zu machen

Surf und Yoga Retreat – was ist das und warum?

Nun bin ich weder in dem einen noch in dem anderen besonders erfahren. Etwa einmal im Monat mache ich einen Yoga-Kurs in meinem Fitnessstudio. Außer ein paar Windsurfstunden hatte ich noch keine Surferfahrung. Trotzdem oder gerade deswegen hatte ich Lust, beides auszuprobieren. Zumal ich Sorge hatte, dass ein reines Yoga-Camp mir zu esoterisch und nur Surfen zu viele Freidenker (und Alkoholkonsum) bedeuten würde.

Das sind die Yogafriends Fuerteventura

Nach etwas Recherche stieß ich auf die Yogafriends Fuerteventura und hatte sofort Lust auf einen Besuch in der Villa. Im Gespräch mit der Gründerin Annette Arndt versuchte ich herauszufinden, was die Yogafriends Fuerteventura einzigartig macht:

Der Weg ist das Ziel.

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Gute Laune in 60 Sekunden – so geht’s

Heute ist wieder so ein Tag voller grau in grau, Regen und kühle Brise inklusive. Am liebsten will ich im Bett bleiben und gar nichts machen. Keine gute Idee, dann komme ich nur in blöde Gedankenspiralen.

Ein Trick von Vera Felicitas Birkenbihl

Für solche Momente habe ich einen ganz speziellen Stimmungsaufheller: Vera Felicitas Birkenbihl. Als Motivations- und Kommunikations-Trainerin und Autorin hielt sie viele spannende Vorträge zum Thema Glück und Selbstwirksamkeit. Einer ihrer berühmtesten Tricks ist die „gute Laune in 60 Sekunden“: Wenn man 60 Sekunden lang grinst, bekommt das Gehirn Signale, anhand derer es schlussfolgert, dass die Grinsekatze gute Laune hat. Klingt ein wenig esoterisch, ist es aber nicht. Weiterlesen

„In a Heartbeat“ – herzzerreißender Film

Worauf sollen wir hören: Herz oder Kopf? Herz… nein Kopf, nein Herz! Oder nicht? Oft ist es nicht leicht, Entscheidungen zu fällen. Der Kopf weiß das Eine, das Herz fühlt das Andere. Manchmal ist es besser, auf den Kopf und die Vernunft zu hören und häufig machen Herzensentscheidungen glücklicher. Doch die brauchen Mut. Häufig werden wir auch enttäuscht. Dann braucht es auch noch Stärke. Was, wenn es um die Liebe geht? Herz über Kopf? Hals über Kopf? Oder doch lieber den Kopf einschalten bevor es zu Herzversagen kommt?

„In a Heartbeat“ – ein herzzerreißender Animationsfilm

Was wir nicht, oder nur schwer, in Worte fassen können, drücken Bilder besser aus. Der Animationsfilm „In a Heartbeat“ verbreitet sich seit Juli wie ein Lauffeuer im Internet.
Sei gewarnt, du könntest ein Taschentuch brauchen: Weiterlesen

Mandy Harvey – Gehörlose Sängerin gibt nicht auf

Ich möchte mehr mit meinem Leben anfangen, als aufzugeben.

Mandy Harvey ist 29 Jahre alt, Sängerin und kommt aus Nashville. Soweit nichts Besonderes. Was sie auszeichnet, ist ihr Wille, etwas scheinbar Unmögliches zu schaffen. Wie stark dieser Wille ist, bewies sie mit ihrem atemberaubenden Auftritt bei „America’s Got Talent“, wo sie Ukulele spielte und ihren eigenen Song „Try“ sang. Das Beeindruckende dabei: Mandy Harvey ist seit ihrem 18 Lebensjahr gehörlos. Nervenbahnen ihres Hörsinns haben sich aufgrund einer Krankheit zurückgebildet. Das Singen begann sie mit 4 Jahren. Durch ihre Gehörlosigkeit schien es unmöglich, dieser Leidenschaft weiter nachgehen zu können. Sie gab auf, zunächst. Doch der Wunsch, weiter zu singen war größer. Weiterlesen

Emotionale Hygiene – TED Talk von Guy Winch

Depression – ach komm, das ist doch alles nur in deinem Kopf.

Wenn ich mich verletze, behandele ich die Wunde – das ist genauso klar wie die Tatsache, dass wir mindestens zweimal am Tag unsere Zähne putzen müssen, damit sie gesund bleiben. Doch was ist eigentlich mit emotionaler Gesundheit? Diese Frage wirft Guy Winch in seinem TED Talk zum Thema „Emotionale Hygiene“ auf:

Warum kümmern wir uns mehr um die physische Gesundheit als um die psychische?

Psychische Verletzungen wie Zurückweisung, Misserfolg oder Einsamkeit kommen viel häufiger vor als physische.

Guy Winch erklärt fachlich und persönlich (mit Anekdoten über ihn und seinen Zwillingsbruder), wieso emotionale Hygiene wichtig ist.

Key Points des TED Talks „Emotionale Hygiene“

Hier noch einmal die benannten psychischen Verletzungen und mögliche Umgehensweisen:

Einsamkeit

Sie reißt eine tiefe psychische Wunde. Einsamkeit verzerrt unsere Wahrnehmung und verwirrt unser Denken. Sie lässt uns glauben, dass unsere Mitmenschen sich weniger um uns sorgen, als sie wirklich tun. Wir fürchten uns, auf andere zuzugehen, weil wir auf Zurückweisung und Herzschmerz eingestellt sind, während das Herz schon mehr schmerzt, als wir ertragen können.

Einsamkeit ist eine subjektive Empfindung. Chronische Einsamkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit eines früheren Todes um 14% und hat negative Auswirkungen auf den Blutdruck, Cholesterinspiegel und das Immunsystem.

Misserfolg

Gefühle und Glaubenssätze haben einen signifikant negativen Effekt auf die Erfolgswahrscheinlichkeit. Wer glaubt, etwas nicht zu können, wird wahrscheinlich scheitern.

Zurückweisung / Ablehnung

Nach Zurückweisung sind wir meist groß darin, uns unserer Schwächen und Fehler bewusst zu werden – schlimmer noch, sie zu fokussieren. Eigentlich eine unlogische Reaktion, da unser Selbstwert bereits verletzt ist – warum wollen wir ihn noch weiter zerstören? Eine physische Wunde würden wir schließlich auch nicht verschlimmern wollen.

Screenshot: Emotionale Hygiene - TED Talk Guy Winch

Schütze dein Selbstwertgefühl

Denk daran, dass unser Verstand sich nur schwer beeinflussen lässt sobald wir von etwas überzeugt sind. Darum: Bekämpfe das Gefühl der Hilflosigkeit und durchbreche die Negativspirale, bevor sie sich verselbstständigt.

Behandle dich selbst so, wie du einen guten Freund in so einer Situation behandeln würdest.

Grübeln

Grübeln ist eine kostspielige Angewohnheit, die schnell zum Zwang und dann zu psychischen und physischen Krankheiten führen kann.

Eine zweiminütige Ablenkung kann genug sein, um den Grübelzwang zu unterdrücken.

Meine Gedanken zum TED Talk „Emotionale Hygiene“

Dieser Talk wurde mir an einem Tag empfohlen, an dem ich in einer Negativspirale steckte. Schon öfter wurde mir gesagt, dass ich scheinbar ganz „gerne“ grüble oder gar leide. Reflektiere ich mich und meine Verhaltensmuster in einer ruhigen Minute, merke ich selbst, dass ich mich manchmal von meinen negativen gefangen nehmen lasse. In der Tat beleuchte ich in nach Zurückweisungen häufig meine Schwächen und Fehler und verschlimmere meinen Zustand dadurch nur. Für mich selbst habe ich mittlerweile herausgefunden, dass ich dieses Handlungsmuster vor allem in zwischenmenschlichen (Liebes-) Beziehungen anwende. In anderen Kontexten reagiere ich (zum Glück) anders.

Nachdenken vs. Grübeln

Dieses Grübeln beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Doch denke ich (hilfreich) darüber nach oder grüble ich über das Grübeln. Ich weiß es nicht – noch nicht. Vor knapp zwei Jahren empfiehl mir eine Freundin, mit der ich Psychologie studiert habe, das Buch eines Dozenten unseres Fachbereichs: „Grübeln: Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst.“*
Tobias Teismann ist Experte der Depressionsforschung und erklärt im Buch, wie sich Nachdenken von Grübeln unterscheidet und gibt Möglichkeiten, das depressive Grübeln zu überwinden – auch hilfreich, wenn man sich nicht „depressiv“ fühlt.

Ablenkung – der Skills-Koffer

Sowohl Guy Winch als auch Tobias Teismann benennen die Strategie des Ablenkens. Im Buch werden ergänzende Methoden wie die Aufmerksamkeitslenkung und der Grübelaufschub beschrieben. Schön finde ich, dass es zudem ein Kapitel „Hilft das alles?“ gibt, in dem Skeptiker Raum gegeben wird.

Persönlich habe ich im Rahmen meiner psychologischen Praxiserfahrung ein Skills Training begleitet. Hierbei geht es darum, mit schwierigen ggf. impulsiven emotionalen Situationen und Zuständen umzugehen. Das Skills Training richtet sich vor allem an Menschen mit Schwierigkeiten der Emotionsregulation, doch ich finde es im Grunde für jeden hilfreich. Die Essenz ist, heftigen emotionalen Zuständen mit starken äußeren Reizen zu begegnen, die nicht schädigend sind. Beispiele sind Chilischoten, Kühlpacks, Wärmekissen, Knete und Stressbälle sein. Das Training werde ich an anderer Stelle noch umfassender beschreiben.

 

Was hältst du vom Konzept „emotionale Hygiene“?
Wie gehst du mit heftigen emotionalen Situationen um?

 

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Please like Me – What a seriously funny chap

Josh studiert … oderso. Er hat eine tolle Freundin: Claire sieht gut aus, ist intelligent und auch noch seine beste Freundin. Eigentlich alles gut, oder?

Doch dann macht Claire aus heiterem Himmel Schluss und sie glaube, dass Josh schwul sei:

Das ist der ungewöhnliche Beginn einer ungewöhnlichen Serie, die mich stundenlang in ihren Bann sog. Netflix sei dank, dass wir diese australische Unterhaltung auch in Deutschland bekommen können. Ok, im Juni 2016 wurde sie auch auf einsfestival bzw. jetzt one ausgestrahlt, aber wer kann schon so lange warten, wenn man einmal Blut geleckt hat.

Please Like Me – unprätentiös humorvoll

Eine weitere Serie über das alltägliche Chaos – was ist so besonders an „Please Like Me“?
Es gibt genug Serien mit LGBT Thematik, mit komplexen Familienverhältnissen, mit ungewollt witzigen Protagonisten. Doch abgesehen davon, dass „Please Like Me“ im schönen Australien (Melbourne) spielt, besticht die Serie durch zwei Elemente: Es ist unprätentiös und hat einen ganz bestimmten Humor. Beides verkörpert durch Josh, gespielt von Josh Thomas. Gemeinsam mit dem Produzenten Todd Abbott entwickelte Thomas die Serie über vier Jahre. Dabei hatten sie einen hohen Anspruch an sich und die Charaktere:

„Every character in the show is supposed to be ill-equipped but is just trying to make everyone else happy. It’s a funny script but we didn’t want the actors to be acting like they were funny. Whenever I’m telling a joke in the show everyone else doesn’t really care. We wanted honesty.“

– „Thomas the frank engine“ auf theage.com.au

Mit dieser Aussage beschreibt Josh Thomas genau das, was für mich die Serie so besonders macht. Dieser vermeintlich humorvolle Umgang mit kleinen und großen Herausforderungen des Lebens. Im Fokus steht Josh, ein durchschnittlicher, witziger Typ mit schnellem Kopf – wie ich ihn nenne:

A seriously funny chap.

Josh nose bleeding in bed with boyfriend - Please Like Me - Screenshot Trailer

Zudem spiegelt er für mich die typischen Probleme der Generation Y. Er ist zu sehr mit sich selbst (und seinen Selbstzweifeln) beschäftigt, um sich dauerhaft an jemanden zu binden und auch im Job scheint er ziemlich orientierungslos. Natürlich ist es hilfreich, dass sein Vater Alan erfolgreich ist und ihm an einigen Stellen aus der Patsche helfen kann. Doch abgesehen davon wirken Josh und die gesamte Serie ziemlich „down to earth“ – ungekünstelt und ungeschönt.

Josh Thomas himself – and his dog John

Ebenso authentisch wirkt Josh Thomas. Er hat mehr Follower auf Twitter (>300k) als auf Instagram (>70k). Seine Fotos passen zur Serie: mitten aus dem Leben statt schillernder Scheinwelt eines Stars. Und tatsächlich scheinen die Grenzen zwischen ihm und Josh aus „Please Like Me“ fließend zu sein.

Don’t try and take a photo of my Grandma if there are prawns available.

Ein Beitrag geteilt von Josh Thomas (@joshthomas87) am

Auf seinem Twitter-Profil finden sich einige inspirierende Punchlines. Übrigens hat Josh Thomas auch seinen Hund John in „Please Like Me“ integriert und ich habe mich schockverliebt. Ich feiere die Credits jedes Mal: „John – as himself“.

Last but not least

Netflix hat jetzt ein neues Feature „Skip Intro“ und das macht manche Menschen (in meiner Umgebung) sehr glücklich. Bei „Please Like Me“ wird das Feature vermutlich eher selten genutzt. Wir haben uns in den Titel-Song „I’ll Be Fine“ und die Art, wie er in die Serie integriert wird, verliebt. YouTube verrät, dass wir scheinbar nicht die einzigen sind, denen es so erging. Daher hier alle Eröffnungen der ersten Staffel in einem Clip.

Für alle, die immer noch nicht genug haben, hier der komplette Song „I’ll Be Fine“ von Clairy Browne & the Bangin‘ Rackettes.

Und jetzt Netflix an und chill.

 

(Die Bilder sind Screenshots aus dem Trailer zur 1. Staffel)

New South Wales – Australien entdecken [Werbung]

Australien hat mich schon immer fasziniert: Tolle Landschaften, entspannte Menschen und exotische Tiere sind nur die ersten drei Assoziationen, die ich habe. Während für Schüler weiterführender Schulen meist Amerika das Land der Träume ist, liegt Australien weit oben, wenn es um Backpacking und Work and Travel (vor, zwischen oder nach dem Studium) geht. Auch für Reisende mit mehr Budget ist Australien ein beliebtes Ziel.

There is nothing like Australia.

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