Kategorie: Stimmungsaufheller

Mandy Harvey – Gehörlose Sängerin gibt nicht auf

Ich möchte mehr mit meinem Leben anfangen, als aufzugeben.

Mandy Harvey ist 29 Jahre alt, Sängerin und kommt aus Nashville. Soweit nichts Besonderes. Was sie auszeichnet, ist ihr Wille, etwas scheinbar Unmögliches zu schaffen. Wie stark dieser Wille ist, bewies sie mit ihrem atemberaubenden Auftritt bei „America’s Got Talent“, wo sie Ukulele spielte und ihren eigenen Song „Try“ sang. Das Beeindruckende dabei: Mandy Harvey ist seit ihrem 18 Lebensjahr gehörlos. Nervenbahnen ihres Hörsinns haben sich aufgrund einer Krankheit zurückgebildet. Das Singen begann sie mit 4 Jahren. Durch ihre Gehörlosigkeit schien es unmöglich, dieser Leidenschaft weiter nachgehen zu können. Sie gab auf, zunächst. Doch der Wunsch, weiter zu singen war größer. Weiterlesen

Emotionale Hygiene – TED Talk von Guy Winch

Depression – ach komm, das ist doch alles nur in deinem Kopf.

Wenn ich mich verletze, behandele ich die Wunde – das ist genauso klar wie die Tatsache, dass wir mindestens zweimal am Tag unsere Zähne putzen müssen, damit sie gesund bleiben. Doch was ist eigentlich mit emotionaler Gesundheit? Diese Frage wirft Guy Winch in seinem TED Talk zum Thema „Emotionale Hygiene“ auf:

Warum kümmern wir uns mehr um die physische Gesundheit als um die psychische?

Psychische Verletzungen wie Zurückweisung, Misserfolg oder Einsamkeit kommen viel häufiger vor als physische.

Guy Winch erklärt fachlich und persönlich (mit Anekdoten über ihn und seinen Zwillingsbruder), wieso emotionale Hygiene wichtig ist.

Key Points des TED Talks „Emotionale Hygiene“

Hier noch einmal die benannten psychischen Verletzungen und mögliche Umgehensweisen:

Einsamkeit

Sie reißt eine tiefe psychische Wunde. Einsamkeit verzerrt unsere Wahrnehmung und verwirrt unser Denken. Sie lässt uns glauben, dass unsere Mitmenschen sich weniger um uns sorgen, als sie wirklich tun. Wir fürchten uns, auf andere zuzugehen, weil wir auf Zurückweisung und Herzschmerz eingestellt sind, während das Herz schon mehr schmerzt, als wir ertragen können.

Einsamkeit ist eine subjektive Empfindung. Chronische Einsamkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit eines früheren Todes um 14% und hat negative Auswirkungen auf den Blutdruck, Cholesterinspiegel und das Immunsystem.

Misserfolg

Gefühle und Glaubenssätze haben einen signifikant negativen Effekt auf die Erfolgswahrscheinlichkeit. Wer glaubt, etwas nicht zu können, wird wahrscheinlich scheitern.

Zurückweisung / Ablehnung

Nach Zurückweisung sind wir meist groß darin, uns unserer Schwächen und Fehler bewusst zu werden – schlimmer noch, sie zu fokussieren. Eigentlich eine unlogische Reaktion, da unser Selbstwert bereits verletzt ist – warum wollen wir ihn noch weiter zerstören? Eine physische Wunde würden wir schließlich auch nicht verschlimmern wollen.

Screenshot: Emotionale Hygiene - TED Talk Guy Winch

Schütze dein Selbstwertgefühl

Denk daran, dass unser Verstand sich nur schwer beeinflussen lässt sobald wir von etwas überzeugt sind. Darum: Bekämpfe das Gefühl der Hilflosigkeit und durchbreche die Negativspirale, bevor sie sich verselbstständigt.

Behandle dich selbst so, wie du einen guten Freund in so einer Situation behandeln würdest.

Grübeln

Grübeln ist eine kostspielige Angewohnheit, die schnell zum Zwang und dann zu psychischen und physischen Krankheiten führen kann.

Eine zweiminütige Ablenkung kann genug sein, um den Grübelzwang zu unterdrücken.

Meine Gedanken zum TED Talk „Emotionale Hygiene“

Dieser Talk wurde mir an einem Tag empfohlen, an dem ich in einer Negativspirale steckte. Schon öfter wurde mir gesagt, dass ich scheinbar ganz „gerne“ grüble oder gar leide. Reflektiere ich mich und meine Verhaltensmuster in einer ruhigen Minute, merke ich selbst, dass ich mich manchmal von meinen negativen gefangen nehmen lasse. In der Tat beleuchte ich in nach Zurückweisungen häufig meine Schwächen und Fehler und verschlimmere meinen Zustand dadurch nur. Für mich selbst habe ich mittlerweile herausgefunden, dass ich dieses Handlungsmuster vor allem in zwischenmenschlichen (Liebes-) Beziehungen anwende. In anderen Kontexten reagiere ich (zum Glück) anders.

Nachdenken vs. Grübeln

Dieses Grübeln beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Doch denke ich (hilfreich) darüber nach oder grüble ich über das Grübeln. Ich weiß es nicht – noch nicht. Vor knapp zwei Jahren empfiehl mir eine Freundin, mit der ich Psychologie studiert habe, das Buch eines Dozenten unseres Fachbereichs: „Grübeln: Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst.“*
Tobias Teismann ist Experte der Depressionsforschung und erklärt im Buch, wie sich Nachdenken von Grübeln unterscheidet und gibt Möglichkeiten, das depressive Grübeln zu überwinden – auch hilfreich, wenn man sich nicht „depressiv“ fühlt.

Ablenkung – der Skills-Koffer

Sowohl Guy Winch als auch Tobias Teismann benennen die Strategie des Ablenkens. Im Buch werden ergänzende Methoden wie die Aufmerksamkeitslenkung und der Grübelaufschub beschrieben. Schön finde ich, dass es zudem ein Kapitel „Hilft das alles?“ gibt, in dem Skeptiker Raum gegeben wird.

Persönlich habe ich im Rahmen meiner psychologischen Praxiserfahrung ein Skills Training begleitet. Hierbei geht es darum, mit schwierigen ggf. impulsiven emotionalen Situationen und Zuständen umzugehen. Das Skills Training richtet sich vor allem an Menschen mit Schwierigkeiten der Emotionsregulation, doch ich finde es im Grunde für jeden hilfreich. Die Essenz ist, heftigen emotionalen Zuständen mit starken äußeren Reizen zu begegnen, die nicht schädigend sind. Beispiele sind Chilischoten, Kühlpacks, Wärmekissen, Knete und Stressbälle sein. Das Training werde ich an anderer Stelle noch umfassender beschreiben.

 

Was hältst du vom Konzept „emotionale Hygiene“?
Wie gehst du mit heftigen emotionalen Situationen um?

 

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Please like Me – What a seriously funny chap

Josh studiert … oderso. Er hat eine tolle Freundin: Claire sieht gut aus, ist intelligent und auch noch seine beste Freundin. Eigentlich alles gut, oder?

Doch dann macht Claire aus heiterem Himmel Schluss und sie glaube, dass Josh schwul sei:

Das ist der ungewöhnliche Beginn einer ungewöhnlichen Serie, die mich stundenlang in ihren Bann sog. Netflix sei dank, dass wir diese australische Unterhaltung auch in Deutschland bekommen können. Ok, im Juni 2016 wurde sie auch auf einsfestival bzw. jetzt one ausgestrahlt, aber wer kann schon so lange warten, wenn man einmal Blut geleckt hat.

Please Like Me – unprätentiös humorvoll

Eine weitere Serie über das alltägliche Chaos – was ist so besonders an „Please Like Me“?
Es gibt genug Serien mit LGBT Thematik, mit komplexen Familienverhältnissen, mit ungewollt witzigen Protagonisten. Doch abgesehen davon, dass „Please Like Me“ im schönen Australien (Melbourne) spielt, besticht die Serie durch zwei Elemente: Es ist unprätentiös und hat einen ganz bestimmten Humor. Beides verkörpert durch Josh, gespielt von Josh Thomas. Gemeinsam mit dem Produzenten Todd Abbott entwickelte Thomas die Serie über vier Jahre. Dabei hatten sie einen hohen Anspruch an sich und die Charaktere:

„Every character in the show is supposed to be ill-equipped but is just trying to make everyone else happy. It’s a funny script but we didn’t want the actors to be acting like they were funny. Whenever I’m telling a joke in the show everyone else doesn’t really care. We wanted honesty.“

– „Thomas the frank engine“ auf theage.com.au

Mit dieser Aussage beschreibt Josh Thomas genau das, was für mich die Serie so besonders macht. Dieser vermeintlich humorvolle Umgang mit kleinen und großen Herausforderungen des Lebens. Im Fokus steht Josh, ein durchschnittlicher, witziger Typ mit schnellem Kopf – wie ich ihn nenne:

A seriously funny chap.

Josh nose bleeding in bed with boyfriend - Please Like Me - Screenshot Trailer

Zudem spiegelt er für mich die typischen Probleme der Generation Y. Er ist zu sehr mit sich selbst (und seinen Selbstzweifeln) beschäftigt, um sich dauerhaft an jemanden zu binden und auch im Job scheint er ziemlich orientierungslos. Natürlich ist es hilfreich, dass sein Vater Alan erfolgreich ist und ihm an einigen Stellen aus der Patsche helfen kann. Doch abgesehen davon wirken Josh und die gesamte Serie ziemlich „down to earth“ – ungekünstelt und ungeschönt.

Josh Thomas himself – and his dog John

Ebenso authentisch wirkt Josh Thomas. Er hat mehr Follower auf Twitter (>300k) als auf Instagram (>70k). Seine Fotos passen zur Serie: mitten aus dem Leben statt schillernder Scheinwelt eines Stars. Und tatsächlich scheinen die Grenzen zwischen ihm und Josh aus „Please Like Me“ fließend zu sein.

Don’t try and take a photo of my Grandma if there are prawns available.

Ein Beitrag geteilt von Josh Thomas (@joshthomas87) am

Auf seinem Twitter-Profil finden sich einige inspirierende Punchlines. Übrigens hat Josh Thomas auch seinen Hund John in „Please Like Me“ integriert und ich habe mich schockverliebt. Ich feiere die Credits jedes Mal: „John – as himself“.

Last but not least

Netflix hat jetzt ein neues Feature „Skip Intro“ und das macht manche Menschen (in meiner Umgebung) sehr glücklich. Bei „Please Like Me“ wird das Feature vermutlich eher selten genutzt. Wir haben uns in den Titel-Song „I’ll Be Fine“ und die Art, wie er in die Serie integriert wird, verliebt. YouTube verrät, dass wir scheinbar nicht die einzigen sind, denen es so erging. Daher hier alle Eröffnungen der ersten Staffel in einem Clip.

Für alle, die immer noch nicht genug haben, hier der komplette Song „I’ll Be Fine“ von Clairy Browne & the Bangin‘ Rackettes.

Und jetzt Netflix an und chill.

 

(Die Bilder sind Screenshots aus dem Trailer zur 1. Staffel)

New South Wales – Australien entdecken [Werbung]

Australien hat mich schon immer fasziniert: Tolle Landschaften, entspannte Menschen und exotische Tiere sind nur die ersten drei Assoziationen, die ich habe. Während für Schüler weiterführender Schulen meist Amerika das Land der Träume ist, liegt Australien weit oben, wenn es um Backpacking und Work and Travel (vor, zwischen oder nach dem Studium) geht. Auch für Reisende mit mehr Budget ist Australien ein beliebtes Ziel.

There is nothing like Australia.

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All that we share – bewegendes Video von TV2 Denmark

Bist du in der Schulzeit ein Klassenclown gewesen?

Wenn ich daran denke, dass ich einmal im Unterricht so authentisch wie ein Huhn gegackert habe, dass der Lehrer irritiert aus dem Fenster schaute und die Klasse vor Lachen auf dem Boden lag, dann lautet die Antwort JA.
Doch beim Gedanken an meine Mitschüler fallen mir einige unter ihnen ein, die mehr Klassenclown waren als ich. Mit denen hatte ich nicht viel gemein – oder doch? Mit einem von ihnen habe ich einmal in seinem Zimmer eine kleine Playbackshow gemacht. Das hätte damals (wie heute) wahrscheinlich niemand vermutet.

Sowieso ist es spannend, wie unterschiedlich sich Leben entwickeln. Menschen kommen, Menschen gehen. Manche verändern sich, andere scheinen immer noch dieselben zu sein. Ich habe eine Freundin, die einerseits dieselbe wie früher geblieben ist und andererseits ganz anders wurde. Sie war zur Schulzeit so ganz anders als ich. Doch wir hatten denselben Freundeskreis. Heute, über zehn Jahre später haben wir festgestellt, dass wir einiges teilen, das uns von unseren Freunden unterscheidet. Sie wohnt heute in Dänemark und wir sehen uns selten. Doch wir haben in den letzten Jahren ähnliche Erfahrungen gemacht und vergleichbare Entscheidungen getroffen. Verrückt.

All that we share – Gemeinsamkeiten verbinden

In Dänemark wurde vor einigen Tagen ein Social Video veröffentlicht, das diese ungeahnten Gemeinsamkeiten beleuchtet. Der Fernsehsender TV2 zeigt mit „All that we share“, dass wir Menschen -so unterschiedlich wir auch scheinen mögen- durch ähnliche Erfahrungen verbunden sind:

Ein ziemlich eindrucksvolles und mutiges Experiment. Vor allem auch eine wichtige Erinnerung in unruhigen Zeiten. Hier noch einmal die Fragen aus dem „All that we share“ Video:

  • Wer von euch war ein Klassenclown?
  • Wer von euch sind Stiefeltern?
  • Wer glaubt an ein Leben nach dem Tod?
  • Wer hat UFOs gesehen?
  • Wer liebt es, zu tanzen?
  • Wer wurde gemobbt?
  • Wer hat gemobbt?
  • Wer hatte in der letzten Woche Sex?
  • Wer fühlt sich einsam?
  • Wer ist verliebt bis über beide Ohren?
  • Wer hat Liebeskummer?
  • Wer ist bi-sexuell?
  • Wer würdigt den Mut anderer?
  • Wer hat den Sinn des Lebens gefunden?
  • Wer hat schon ein Leben gerettet?
  • Wer liebt Dänemark?

All that we share – today and everyday

Wenn wir es schaffen, mit diesem Verbundenheitsgefühl durch das Leben zu gehen, dann ermöglichen wir Gemeinschaft und Mitgefühl. Wenn ich das nächste Mal an der Kasse die Augen verdrehen will, weil die Person vor mit Ewigkeiten braucht, versuche ich mich zu erinnern, dass es mir auch schon so ging. Dieses Mitgefühl hilft nicht nur anderen, sondern auch mir selbst. Es ermöglicht es mir, ruhiger und gelassener zu werden und nicht in meine typische Anspannung zu verfallen.

Weitergedacht, wünsche ich mir, dass ich Menschen akzeptieren kann, wie sie sind, auch wenn sie anders sind erscheinen.

Embrace change differences.

Screenshot aus All that we share

Offen zu sein für Veränderung ist wichtig. Offen für Unterschiede zu sein auch. Wenn ein Mensch, denn du liebst, nicht gegensätzlicher sein kann, dann nervt das manchmal vielleicht. Doch es birgt auch die Chance, sich zu ergänzen. Es birgt eine Vielfalt. Neben den ganzen Unterschieden gibt es auch eine Menge Gemeinsamkeiten. Es liegt an uns, worauf wir den Fokus legen. Das gilt sowohl für persönliche Beziehungen als auch zwischen Gruppen.

Es kann immer ein „Die“ geben, doch es gibt auch immer ein „Uns“.

 

Was sind deine Gedanken zum Clip?
Gibt es etwas, dass du dir im Bezug auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten vornehmen möchtest?

„Love and Devotion“ – Real McCoy #TuneInTuesday

Was war deine erste Single?

Kannst du dich daran noch erinnern? Gar nicht so leicht, oder? Ich erinnere noch, dass mein großer Bruder (6 Jahre älter als ich) irgendwann eine Bravo Hits hatte und dann eine LP von Cyprus Hill. Ich selbst startete upbeat mit „Love and Devotion“ von Real McCoy:

Die Single stammt aus dem Jahre 1995. Das hätte ich nicht rekonstruieren können. Da war ich gerade mal 10 Jahre alt. „Love and Devotion“, also Liebe und Hingabe – ganz schön heftige Themen für eine Zehnjährige. Ich bezweifle, dass ich damals die ganze Message, geschweige denn die Lyrics verstanden habe.

„Love and Devotion“ – Songtext (Auszug)

„Love and devotion, baby
I can’t get enough of all that love and devotion in my life.
Love and devotion, baby love and devotion,
You are the sunshine of my life. […]

Sweet little dreams as you can see. easy come easy go but not for me.

One life one love one family. together forever in unity,
So come on come on, you gotta keep it if you can.
Love and devotion is the master plan. I’m talking about a wonderful untouchable emotion,
I’m talking about guess right, love and devotion.
Tonight is the night when love shines so bright,
And we will be reunited.“

Ist jetzt kein besonders ausgeklügelter Text in meinen Augen, aber mit zehn Jahren hatte ich noch einen anderen lyrischen Anspruch. Zudem waren englische Songs sowieso pauschal erstmal cooler. Falls ihr so cool sein wollt wie ich und „Love and Devotion“ als CD haben wollt, könnt ihr sie z.B. bei Amazon für 1,95€ kaufen.* Das Album „Another Night“* gibt es für 21,95€.

Screenshot aus "Love and Devotion" - Real McCoy

Persönlicher Bezug zu „Love and Devotion“

„Easy come easy go“ war mein Leben tatsächlich selten. Passt also auch heute noch. Erstaunlicher finde ich jedoch das Thema „Liebe und Hingabe“. Wenngleich man es mir nicht ansieht oder es von mir auf den ersten Blick erwartet, ist mein Leben deutlich von beiden Konzepten geprägt. Liebe ist und war immer eins meiner größten Themen. Damit stehe ich sicher nicht allein, doch es gibt ja auch Menschen, die einen anderen Fokus (Arbeit, Hobby etc.) legen. Hingabe, fast schon Aufgabe bringt einen zusätzlichen Beigeschmack, der manchmal auch etwas bitter sein kann.

Ist „wahre Liebe“ immer auch Hingabe, gar Aufopferung?

„Sich selbst vergessen“ heißt es manchmal auch. Sehr romantisch – sagen die einen. Ziemlich dumm – die anderen. Wie immer kommt es für mich auf die Perspektive und das Ausmaß an. Häufig habe ich von meinen Freunden Kommentare wie „Ich könnte das nicht.“ oder „Ich wäre schon längst gegangen.“ gehört. Doch ich glaube, dass wir es uns heutzutage in Beziehungen gern leicht machen. Alles ist viel unverbindlicher und schnelllebiger als früher.

Gleichzeitig ertappe ich mich manchmal dabei, dass dieses „sich selbst vergessen“ auch schnell ungesund werden kann. Wer immer nur zurücksteckt, opfert sich auf und läuft Gefahr die Eigenständigkeit zu verlieren. Letztlich frage ich mich auch oft, wie selbstlos Hingabe ist. Gibt es nicht auch viele Situationen, in denen wir lieben und/oder uns hin- bzw. aufgeben, um etwas für uns zu erreichen? Einen (Selbst-) Wert, gar den Sinn des Lebens?

Persönliches Learning

Jede Situation ist anders und ich habe auch für mich noch keine zufriedenstellende Antwort für meine Handlungen gefunden. Stattdessen habe ich erkannt, dass diese vielleicht auch gar nicht nötig ist. Viel wichtiger ist es mir, mich immer wieder zu reflektieren und einzelne Situationen infrage zu stellen. Dann kann ich auch besser entscheiden, ob mir etwas guttut oder eben nicht.

 

Was war eure erste Single?
Glaubt ihr an Liebe und Hingabe oder lebt ihr lieber nach euren eigenen Träumen?
Ist das überhaupt ein Widerspruch für euch?

 

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Neujahr 2017 – Was ich uns für 2017 wünsche

Ich hasse diese vielen schlechten Cliparts und Videos, die zur Weihnachtszeit und zum neuen Jahr im Netz kursieren und via Messenger verbreitet werden. Es gibt nicht viel, bei dem ich das Wort hassen verwende, aber diese Medien finde ich ganz abscheulich. Platte Wünsche und hässliche Grafiken, das muss doch nicht sein. Dann lieber eine nette Geste von Herzen und bestenfalls persönlich und nicht digital. Wenn liebe Menschen weit entfernt sind, kann eine digitale Geste allerdings auch schön sein. Als ich heute von einer Freundin ein Video zum Thema Neujahr 2017 geschickt bekam, entschied ich mich dazu, es anzuschauen, weil ich wusste, dass sie diese platten Clips auch nicht mag.

Neujahr 2017 – Was ich dir für 2017 wünsche

Schön gemacht und ein paar tolle Botschaften. Überraschend war für mich, dass es von dem Radiosender DASDING kam. Auch die Kolumne „Alina – Die Liebe und der Sex“ finde ich sehr vielversprechend. Da ich Liebe zum Detail sehr schätze, freue ich mich über die Stop-Motion Machart. Alina habe ich auch direkt abonniert. Falls ihr auch Lust auf mehr habt, folgt ihr auf Instagram, Facebook und/oder YouTube.

Was ich euch für 2017 wünsche… #gutenrutsch #2017 #wishes #scrabble #liebe #sex #schmetterlinge #gänsehaut #herz #friends

Ein von Alina – die Liebe & der Sex (@alinadieliebeunddersex) gepostetes Foto am

Neujahr 2017 – was ich euch wünsche

Ergänzend zu Alinas Video wünsche ich euch Neugierde, Offenheit und ein großes Herz mit viel Geduld – für euch und für andere. Immer öfter bemerke ich, wie hart wir oft mit uns und als Resultat auch mit unserem Umfeld sind. Die Zeiten sind stressen, vor allem im Berufsleben und sooo Vieles könnte doch eigentlich immer noch besser sein. Wenn dir das bekannt vorkommt, schau mal in meinen Post über das vierundachtzigste Problem.

Neujahrsvorsätze finde ich übrigens nicht so hilfreich. Wenn du etwas in deinem Leben ändern möchtest, dann tu es jetzt – nicht zu einem „magischen“ Datum. Vor allem, wenn es um gesundheitliche Veränderungen wie mehr Sport treiben oder gesunder essen geht, finde ich es nicht besonders realistisch, das neue Jahr als Start zu nehmen. Seien wir mal ehrlich, als ob wir verkatert große Lust haben, die Laufschuhe anzuschnallen oder gesund zu essen (Fast Food saugt einfach viel besser auf). Wir kennen alle solche Vorwände, um etwas nicht zu tun.

Darum habe ich keine „Vorsätze Neujahr 2017“-Liste, sondern wünsche mir, dass ich weiterhin mutig bin, Veränderung zuzulassen. Ich möchte neugierig sein und weiterhin viele neue Dinge ausprobieren, statt meinem üblichen Trott zu folgen. Ich liebe es, dass ich manchmal meine „5 Minuten“ habe und dass es Menschen gibt, die das auch gut finden. Ein Hoch auf die Albernheit, die Alina auch anspricht! Gönnt sie euch. Gönnt euch noch viel mehr. Genießt den Moment und den Tag, denn das Leben geht viel zu schnell vorbei und keiner weiß, was morgen ist. Und bezüglich der Monster wünsche ich euch und uns, dass wir lernen mit ihnen umzugehen, statt gegen sie zu kämpfen. Gar nicht so leicht, doch zum Glück gibt es Alinas kleine Helfer, die uns immer wieder unterstützen, unseren Kurs zu halten.

In diesem Sinne: Bring it on. Always be awesome.

 

Habt ihr Vorsätze und wie findet ihr Alina?

Das vierundachtzigste Problem – und seine Lösung

Mensch hält Papier mit unzufriedenem Smiley vors Gesicht - Das vierundachtzigste Problem

Frage jemanden nach dem Befinden und ich wette, dass es nicht lange dauert, bis du die ersten Klagen hörst. Manchmal ertappe ich mich selbst, wenn ich im Jammer-Modus bin. Dann gehe ich mir meist auch selbst auf die Nerven. Auf Reisen habe ich schon oft gehört, dass wir Deutschen den Ruf haben, viel zu nörgeln und mit einem romanartigen Monolog auf ein „How are you?“ antworten. Ob ein „Fine thanks – and you?“ allerdings immer besser oder authentischer ist, wage ich auch zu bezweifeln.

Das vierundachtzigste Problem – die Geschichte

Doch was haben wir von diesen ganzen Problemen? In jedem Fall beschäftigen sie uns sehr viel. Dabei legen wir unseren Fokus sehr unterschiedlich. Mal ist es die Partnerschaft, dann der Job und manchmal auch einfach die Langeweile. Rapper Jay-Z hat unseren Problem-orientieren Lebensstil in seinem Song „99 Problems“ aufgegriffen.
Wenn ich heute in meinen Jammer-Modus verfalle, versuche ich mich an einen Dialog zwischen einem armen Bauern und Buddha zu erinnern:*

Der Bauer wandte sich verzweifelt an Buddha und berichtete von seinem Leid. Er hatte Schwierigkeiten in der Landwirtschaft, mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern und erhoffte sich Buddhas Hilfe. „Es tut mir leid, aber ich kann dir nicht helfen“ antwortete Buddha. Der Bauer schimpfte und Buddha erwiderte: „Weißt du, alle Menschen haben dreiundachtzig Probleme. Das ist die traurige Wahrheit. Einige verschwinden ab und zu, aber es dauert nicht lang, bis sich dafür andere einstellen. Wir haben also immer dreiundachtzig Probleme.“ Verärgert stieß der Bauer hervor: „Wozu ist die Lehre dann gut?“

Buddha antwortete: „Meine Lehre bietet keine Hilfe bei den dreiundachtzig Problemen, aber sie kann vielleicht beim vierundachtzigsten Problem helfen.

Das vierundachtzigste Problem ist, dass wir keine Probleme haben wollen.“

Tja, da ist was dran. Als ich diese Geschichte zum ersten Mal in dem Buch „Zen sein – Zen leben“ von Ezra Bayda** las, hatte ich einen kleinen Aha-Effekt. Ich fühlte mich ertappt.

Das vierundachtzigste Problem – die Erkenntnis

Ich möchte keine Angst haben, dass die Pläne meiner Selbstständigkeit vielleicht nicht aufgehen könnten. Krank sein möchte ich schon gar nicht, vor allem wenn ich es bin. Ich möchte nicht verlassen werden und ich möchte keinen nervigen Chef oder Kollegen. Ach ja, am liebsten hätte ich Harmonie und keine Probleme. Die gilt es zu vermeiden. Da ist es, das böse Konzept: Vermeidung. Wenn es keine Vermeidung ist, dann zumindest Widerstand. Wir wehren uns dagegen, uns mit unserem Leben so zu konfrontieren, wie es ist, denn das bedeutet, unsere Vorstellungen darüber aufzugeben, wie unser Leben sein sollte. Das geht natürlich nicht, denn das könnte bedeuten, dass wir unsere Kontrolle aufgeben müssen. Das macht Angst, Angst Bekanntes aufzugeben (selbst wenn es uns unglücklich macht). Also Widerstand!

Das vierundachtzigste Problem – der Widerstand

Mit Widerstand verfestigen wir unsere Probleme allerdings meist. Wir geben ihnen Macht über uns. Die Angst treibt uns weiter in die Vermeidung. Wir vergeuden extrem viel Energie, doch das fällt uns selten auf. Oft bemerken wir auch nicht, wie sehr wir in unseren Ängsten und Mustern gefangen sind. Manchmal ertappe ich mich, wenn ich in meinen Verlustängsten gefangen bin: Ich erwarte, dass jemand sich meldet und wenn dies ausbleibt, geht der Gedankenkreisel an. Also Ablenkung: Raus aus der Situation und Handy weg. Puh, gar nicht so leicht. Häufig gelingt es mir noch nicht.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass du bewusst an deinem Leid festhalten möchtest.

Diesen Satz finde ich sehr spannend und leider manchmal zutreffend (denn es macht mich ja unglücklich und das will ich ja nicht => Das vierundachtzigste Problem).

Raum mit vielen Türen - Das vierundachzigste Problem

Den Widerstand überwinden

Schnell ergibt sich jetzt die Frage nach dem „Warum“. Doch ist diese Frage hilfreich? Selten – zumindest für mich. Ich spüre vielmehr, dass beim Thema Festhalten und Widerstand ein anderes – mir eher unangenehmes – Konzept aufkommt: Loslassen. Sagen wir es einmal so: Wenn das gerade angesprochene Ablenken schwierig ist, erscheint mir Loslassen nahezu unmöglich. Doch machen wir nicht den zweiten vor dem ersten Schritt.

Der erste Schritt um den Widerstand zu überwinden ist ihn wahrzunehmen und zu beobachten, ohne zu bewerten. In dem Augenblick, in dem ich meine schlotternden Knie oder die schwitzigen Hände wahrnehme, und versuche zu benennen und zu beschreiben, bin ich nicht mehr so sehr in meiner Emotion gefangen.

Im zweiten Schritt geht es darum, den aktuellen Zustand zu akzeptieren. Ich weiß, dass meine Verlustängste übertrieben sind und das es nicht hilft zu schauen, wie oft jemand online war und mir trotzdem nicht geschrieben hat (wie dreist, immerhin bin ich der Nabel der Welt). Doch ich weiß auch, dass ich aktuell nicht so weit bin, es zu unterlassen, obwohl ich schon eine Weile übe.

Das ist okay!

Es ist vollkommen in Ordnung und logisch, dass Verhaltensmuster sich nicht von heut auf morgen ändern, wenngleich wir das gern hätten. Zu akzeptieren, dass ich Verlustängste habe (die ich nicht haben will) und zu akzeptieren, dass ich meinem Anspruch, diese im Affenzahn zu überwinden, nicht gerecht werde, ist nicht leicht. Doch auch hier ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Darum ist mein Schlüssel üben, üben, üben.

Zur Erinnerung:

Das heißt nicht, dass ich durch Übung anstrebe, keine Probleme mehr zu haben. Vielmehr geht es darum, zu verstehen, dass der Wunsch nach Problemfreiheit unsere Probleme verstärkt. Mein Credo ist daher: damit umgehen statt dagegen angehen.

 

Was meint ihr? Ist das vierundachtzigste Problem vielleicht auch sinnvoll? Wollt ihr festhalten oder loslassen? Was sind eure Widerstände und wie geht ihr mit ihnen um?

 

 

*Aus: BAYDA, EZRA (2003): „Zen sein – Zen leben“. München: Goldmann (S.60f)
Erhältlich bei Amazon.de**

**Dies ist ein Amazon-Affiliate-Link. Das bedeutet, dass ich bei jedem User, der über diesen Link zu Amazon.de gelangt und kauft, bis zu 10% Provision auf den entstandenen Warenkorb bekomme.

„Lauf Baby Lauf“ – Gib alles, nur nicht auf! Tay Schmedtmann

Du hast seit Wochen nicht mehr richtig laut gelacht

Eine Zeile, die mich gestern Abend kurz innehalten lies. Wann hast du das letzte Mal so richtig laut und herzlich gelacht? Ich bin ein fröhlicher Mensch und ich liebe es, hin und wieder albern zu sein. In unserer Familie haben Lachflashs quasi Tradition. So richtig Tränen zu lachen, ist doch etwas Wundervolles. Das letzte Mal ist viel zu lange her. Gestern bin ich auch noch darauf hingewiesen worden, dass meine Mundwinkel sich bereits leicht nach unten biegen.

Mach nicht immer deinen Merkel-Mund!

Oha, ich und ein umgedrehtes Lachen, das passt doch gar nicht! Doch es stimmt. In den letzten Monaten, vielleicht Jahren habe ich zunehmend weniger gelacht. Es war irgendwie eine anstrengende Zeit.

„Lauf Baby Lauf“ – Tay Schmedtmann

Umso mehr trifft der Gewinnertitel von „The Voice of Germany“ gestern für mich ins Schwarze. Jaja, viele von euch werden jetzt die Augen verdrehen. Doch ich schaue manchmal gern in das Format, zumal es mir noch authentischer und qualitativ besser erscheint als die meisten anderen Castingshows (man munkelt, dass einige Kandidaten eingekauft wurden, um die Qualität zu gewährleisten). Der Song „Lauf Baby Lauf“ vom Gewinner Tay Schmedtmann gefällt mir sehr:

Zwei Dinge finde ich bemerkenswert. Zum einen mag ich, dass Tay eine sehr breite, kraftvolle und sympathisch warme Stimme und zum anderen finde ich die Message sehr schön. Ob Entrepreneur Spirit, freundschaftlicher Rat oder als Künstler:

Du musst nur einmal mehr aufstehen, als du fällst.

Es gab natürlich noch andere gute Stimmen bei „The Voice of Germany 2016“ und Tay war für mich auch nicht immer der Beste, doch gestern hat er für mich zu recht gewonnen und ich fand seine Reaktion auf den Sieg und die Performance danach sehr sympathisch.


Tays Gewinnerperformance mit „Lauf, Baby, Lauf… von TVOG

Mit „Lauf Baby Lauf“ erfindet Tay Schmedtmann das Rad zwar nicht neu, aber er verkörpert eine zeitlose Botschaft auf authentische Weise. Alles zu geben, nur nicht aufgeben ist manchmal gar nicht so einfach. Doch die Gewissheit, dass es eigentlich immer mindestens einen Menschen gibt, der an dich glaubt, ist ein schöner Trost.
Wenn du also gerade eine schwere Zeit hast, gib alles, nur nicht auf!

Weitere Kandidaten bei The Voice 2016

Seinen direkten Kontrahenten, Robin Resch, finde ich stimmlich zwar auch gut und als Person auch sympathisch, allerdings fand ich seinen Song „Disneyland“ eher langweilig. Vielleicht ist die Disneyland-Zielgruppe auch etwas jünger als ich. Ich verbuche die Message eher unter:

Dat Leben is kein Ponyhof!

Deutlich tiefgründiger finde ich den Song des zuvor ausgeschiedenen (3./4. Platz) Boris Alexander Stein: Losgelöst.

Spannender Kandidat, der zeigt, dass der erste Eindruck täuschen kann. Obwohl Boris eher der Shouter war, hat er sich bei The Voice von seiner weichen Seite gezeigt und häufig leise Töne angeschlagen. Persönlich finde ich es immer sehr faszinierend und angenehm, wenn Menschen sich von verschiedenen Seiten zeigen und auch ihre Verletzlichkeit preisgeben.

Interessant fand ich auch die Geschichte von Stas Schurins: Er hatte bereits in der Ukraine großen Erfolg als Sänger und sollte 2014 zum Eurovision Song Contest. Doch dann kam der Krieg und er verlor alles. The Voice 2016 war seine „letzte Chance“. Das fand ich zwar etwas dramatisch dargestellt, doch er schien immer wieder auch etwas schüchtern, und als er im Halbfinale einen meiner Lieblingssongs sang, war ich sehr beeindruckt. Stas war technisch immer sehr sauber, doch bei „Skyscraper“ konnte ich ihn auch fühlen.


Stas Schurins: „Skyscraper“ | The Voice of… von TVOG

The Voice of Germany 2016 war für mich eine Staffel mit sehr vielfältigen und unterschiedlichen Kandidaten und einigen sehr guten Stimmen. Wenngleich auch in diesem Format immer mehr inszeniert wird (speziell die Sticheleien unter den Coaches), so finde ich die Qualität immer noch ziemlich gut und habe die Staffel gern verfolgt.

Weihnachten 2016: Schwiegermutter reloaded [Werbung]

Kopf der Schwiegermutter im Küchenschrank

Es war eine meiner ersten Hörspiel-Kassetten. Es war einer der Helden meiner Kindheit. Es war eine Folge, mit der ich damals inhaltlich noch nicht viel anfangen konnte. Witzig war es trotzdem:

Wenn Schwiegermutter kommt.

Alf war der Hauptdarsteller. Doch in dieser Folge (7) war es vor allem auch das Verbünden von Alf und Willie Tanner, die beide unsäglich genervt von Schwiegermutter Dorothy waren. Es war meine erste Erfahrung mit dem Thema Schwiegermama.

Die Schwiegermutter und ihr Ruf

Schwiegermütter, teils auch Schwiegermonster genannt, haben im Allgemeinen einen schlechten Ruf. Sie nörgeln viel, sind meist unzufrieden und wollen alles so haben, wie sie es für richtig halten – genau so, wie es Schwiegermutter Dorothy in „Alf“ verkörpert. Nun habe ich keine Schwiegermutter, kenne jedoch die ein oder andere nörgelnde Mutter. Bei meiner hält es sich glücklicherweise sehr in Grenzen. Doch mal ehrlich gibt es nicht viele Menschen, die nörgeln oder alles nach ihrem Kopf haben müssen? Extrawünsche, ob aus Vorliebe oder wegen Einschränkungen sind doch mittlerweile schon Standard.

Erwartungen rund um Weihnachten

Vor allem beim Essen ist es oft schwer, alle unter einen Hut zu bekommen. Der eine mag sein Gemüse weich, der andere lieber knackig, jemand ist vegan und jemand anderes hat eine Unverträglichkeit. Na dann frohes Fest! Den Erwartungsdruck, den das Weihnachtsessen mitbringt, greift der REWE-Spot „Weihnachten 2016“ humoristisch auf und setzt Schwiegermutter und Schwiegertochter in den Fokus:

Einmal durch die (Küchen-) Hölle und zurück und alles nur um die Schwiegermutter zufriedenzustellen. Im Spot ist es noch einmal gut gegangen. Im wahren Leben dreht sich das Erwartungs-Karussell, wenn die Weihnachtsgeschenke ins Spiel kommen leider noch viel schneller. Wie herrlich wir uns selbst im Weg stehen. Der Satz

Weihnachten fällt aus!

ist für mich ein weiteres Anzeichen, dass die eigentliche Besinnlichkeit verloren geht.

Kleinigkeiten um Besinnlichkeit zu schaffen

Daher wünsche ich mir, dass wir es schaffen, dieses Jahr alle eine Kleinigkeit anders zu machen. Nimm dir einen Moment Zeit und überlege, welche Kleinigkeit dir eine Freude machen würde. Ob einen einsamen Freund besuchen, jemandem eine Karte schreiben (weil allen ist ja viel zu viel, aber jedes Jahr eine geht) oder dich für eine Stunde mit einem tollen Buch in dein Lieblingscafé setzen – eine Kleinigkeit schaffen wir alle.

Weihnachten 2016 - REWE Grafik

Übrigens findet ihr auf REWE.de neben leckeren Rezeptideen (der „Graved Lachs“ ist mein Favorit) noch weitere lesenswerte Tipps, wie euer Weihnachtsfest gelingt – ganz nach dem Motto #SurviveXmas. Ein Tipp lautet:

Stimmung erzeugt Stimmung.

Mir ist erst gestern aufgefallen, wie in unserer Familie manchmal eine angespannte Stimmung „entschärft“ wird: Jemand fängt an, seine Worte zu singen. Klingt komisch, ist es auch und wirkt meistens tatsächlich. Allein schon, weil es ungewöhnlich ist, dass jemand Worte singt.

In diesem Sinne: Macht Weihnachten wieder zu einem Fest!

 

Habt ihr Erfahrungen zum Thema Schwiegermutter? Welche Erwartungen habt ihr an Weihnachten und welche Kleinigkeiten fallen euch ein, um Weihnachten wieder zu einem (besinnlichen) Fest zu machen?

 

Allgemeiner Hinweis

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit REWE und soll die Kampagne „Weihnachten 2016“ vorstellen und bewerben. Es handelt sich folglich um Werbung. Der Text ist von mir und spiegelt meine persönliche Meinung, externe Links haben selbstverständlich das NOFOLLOW Attribut. Die Bildrechte liegen bei REWE.